Anjouan Casinos: Lizenz, Seriosität und was Spieler wissen müssen

Über 900 Betreiber tragen mittlerweile eine Anjouan-Lizenz – eine Zahl, die vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Seit die Curaçao-Reform den Offshore-Markt durchgeschüttelt hat, ist Anjouan zur ersten Anlaufstelle für Casinobetreiber geworden, die schnell und günstig an eine Glücksspiellizenz kommen wollen. Wer durch internationale Online Casinos klickt, stößt inzwischen häufiger auf das Anjouan-Logo im Footer als auf den alten Curaçao-Stempel.
Für Spieler wirft das Fragen auf, die über das übliche „ist das seriös?" hinausgehen. Welche Behörde steckt hinter der Lizenz, wie gut funktioniert die Aufsicht tatsächlich, und was passiert, wenn ein Anjouan Casino die Auszahlung verweigert? Hier gibt es eine ehrliche Einordnung – mit konkreten Prüfschritten, Zahlen aus offiziellen Quellen und einer Bewertung, die nicht in ein Affiliate-Listenformat gepresst ist.
Anjouan Casinos und die Lizenz dahinter
Anjouan gehört zum Komoren-Archipel im Indischen Ozean – eine autonome Insel mit knapp 350.000 Einwohnern, die seit 2005 eine eigene Glücksspielgesetzgebung unterhält. Der Computer Gaming Licensing Act 007 bildet die rechtliche Grundlage, und das unterscheidet Anjouan von vielen anderen Offshore-Standorten: Hier gibt es ein dediziertes Glücksspielgesetz, keine bloße Unternehmenslizenz, die nebenbei auch für Casinos gilt. Dass ausgerechnet diese Insel zum Epizentrum der Offshore-Lizenzvergabe geworden ist, hat weniger mit geographischer Lage zu tun als mit Timing und Kosten.
AOFA und ALSI – wer reguliert Anjouan Casinos wirklich
Hinter der Lizenz stehen zwei Organisationen mit unterschiedlichen Aufgaben. Die Anjouan Offshore Finance Authority (AOFA) – im Netz häufig als Anjouan Gaming Board bezeichnet – fungiert als übergeordnete Aufsichtsbehörde, während die Anjouan Licensing Services Inc. (ALSI) seit Mai 2023 den operativen Part übernimmt – also die eigentliche Lizenzerteilung, Prüfung und Verwaltung. ALSI bewirbt sich selbst mit über 28 Jahren Erfahrung im Regulierungsbereich, was sich allerdings auf die beteiligten Personen bezieht, nicht auf die Organisation als Ganzes. Ob diese Trennung zwischen AOFA und ALSI in der Praxis für mehr Kontrolle sorgt oder eher dafür, dass Verantwortlichkeiten verschwimmen, lässt sich von außen schwer beurteilen. Die Strukturen existieren jedenfalls.
Praktisch relevant für Spieler: Eine einzige Anjouan-Lizenz deckt Casino, Sportwetten, Poker, Lotterien und Blockchain-basierte Spiele ab. Kein Sublizenz-Chaos wie beim alten Curaçao-Modell, wo ein Master-Lizenznehmer dutzende Casinos unter seiner Nummer betreiben konnte – oft ohne dass die Behörde jeden einzelnen Betreiber geprüft hat. Bei Anjouan hält jeder Betreiber seine eigene Lizenz direkt bei der Behörde. Keine Zwischenhändler.
Was Betreiber für eine Anjouan-Lizenz erfüllen müssen
Die Hürden sind überschaubar, aber sie existieren. Betreiber müssen einen Geschäftsplan vorlegen, KYC- und AML-Richtlinien nachweisen, sich einer Due-Diligence-Prüfung der Geschäftsführung unterziehen und finanzielle Stabilität belegen. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Bankern und Notaren, die den Antrag begleiten.
Rund 17.000 bis 18.000 Euro kostet die Erstlizenz, eine jährliche Erneuerung ist Pflicht. Bei vollständigen Unterlagen rechnet man mit vier bis sechs Wochen Bearbeitungszeit – deutlich schneller als bei fast jeder anderen Jurisdiktion. Zum Vergleich: Eine MGA-Lizenz schlägt mit sechsstelligen Beträgen zu Buche und zieht sich über Monate. Selbst die reformierte Curaçao-Lizenz unter dem neuen Gaming Control Board ist teurer und aufwendiger als der Anjouan-Weg. Genau dieser Kostenunterschied erklärt, warum so viele Betreiber die Insel als erste Station wählen – und warum Spieler bei einem Anjouan Casino genauer hinschauen sollten als bei einem MGA-lizenzierten Anbieter.
Warum wechseln so viele Casinos nach Anjouan?
September 2023 markiert den Wendepunkt. Curaçao zog die Zügel an, das neue Gaming Control Board ersetzte das alte Sublizenz-System, und plötzlich waren höhere Kosten, strengere Auflagen und längere Bearbeitungszeiten der Standard. Betreiber, die jahrelang unter einer günstigen Curaçao-Sublizenz operiert hatten, standen vor der Wahl: den teuren neuen Prozess durchlaufen oder die Jurisdiktion wechseln. Bei Offshore Casinos ohne EU-Bezug war Anjouan die naheliegendste Alternative. Die Zahlen sprechen für sich – nur noch rund 300 Betreiber sind unter Curaçao aktiv lizenziert, während Anjouan die 900er-Marke längst überschritten hat. Eine Migration in diesem Tempo hat die Offshore-Glücksspielbranche seit Jahren nicht gesehen.
Für Spieler hat das konkrete Auswirkungen, die allerdings weniger dramatisch ausfallen als manche Forenbeiträge suggerieren. Viele bekannte Curaçao Casino Anbieter, bei denen Spieler seit Monaten oder Jahren registriert sind, tragen jetzt im Footer ein anderes Lizenzlogo. Die Plattform bleibt identisch, die Provider und Spielkataloge ändern sich nicht, der Support sitzt am gleichen Standort wie vorher. Gewechselt hat nur die Regulierungsbehörde hinter der Lizenznummer. Wer bei einem solchen Anbieter bisher gute Erfahrungen gemacht hat, wird den Unterschied im Alltag kaum bemerken.
Gleichzeitig locken die niedrigen Markteintrittskosten eine Flut von Neugründungen an. Für unter 20.000 Euro eine vollständige Glücksspiellizenz zu bekommen, die Casino, Sportwetten und Krypto abdeckt – das zieht auch Betreiber an, die weder Erfahrung noch langfristige Pläne mitbringen. Die Qualitätsspanne bei Anjouan Casinos ist deshalb enorm. Zwischen einer etablierten Casinogruppe, die lediglich die Anjouan-Lizenz als Nachfolge der alten Curaçao-Lizenz trägt, und einem komplett neuen Offshore Casino ohne jede Track Record liegen Welten.
Ob ein Casino vor dem Wechsel bereits unter Curaçao sauber gearbeitet hat, ist der entscheidende Punkt. Betreiber, die dort zuverlässig ausgezahlt, den Support erreichbar gehalten und ihre AGB transparent formuliert haben, nehmen diese Qualität mit nach Anjouan – die Lizenz ändert daran nichts. Problematisch wird es bei den Hunderten neuer Marken, die erst durch die niedrige Einstiegsschwelle möglich wurden und über die schlicht keine Erfahrungsdaten existieren.
Der Krypto-Faktor beschleunigt die Entwicklung. Die Anjouan Lizenz deckt Blockchain-basierte Spiele und digitale Vermögenswerte explizit ab, ohne harte technische Limits für Kryptowährungen vorzuschreiben. Bitcoin, Ethereum, USDT – alles im Rahmen der Regulierung möglich. Für jedes neue Krypto Casino, das schnelle Transaktionen ohne Bankinfrastruktur anbieten will, ist Anjouan die naheliegendste Lizenz.
Sind Anjouan Casinos seriös?
Die Frage taucht in jeder Diskussion auf, und die ehrliche Antwort lautet: kommt drauf an. Nicht auf die Lizenz allein – die setzt einen regulatorischen Rahmen mit Grundanforderungen wie SSL-Verschlüsselung, KYC-Prüfungen und AML-Richtlinien. Allerdings liegt dieses Schutzniveau deutlich unter dem, was eine MGA- oder UKGC-Lizenz verlangt. Etablierte Casinogruppen, die von Curaçao zu Anjouan gewechselt haben und dort seit Monaten zuverlässig auszahlen, sind in aller Regel genauso verlässlich wie vorher – die Lizenz hat sich geändert, nicht die Geschäftspraktiken. Bei komplett neuen Marken ohne jede Historie sieht die Sache anders aus. Da fehlt schlicht die Datenbasis, auf der man eine Einschätzung aufbauen könnte, und die Anjouan-Lizenz allein liefert zu wenig Substanz, um dieses Informationsdefizit auszugleichen.
Wo die Anjouan-Aufsicht funktioniert
Grundlegende Schutzstandards existieren. SSL-Verschlüsselung ist Pflicht, KYC-Prüfungen vorgeschrieben, und jeder Lizenznehmer muss dokumentierte AML-Richtlinien vorweisen, bevor die Lizenz erteilt wird. Was Anjouan von etlichen anderen Offshore-Standorten positiv abhebt: Es gibt ein öffentliches Lizenzregister auf anjouangaming.com, in dem jede lizenzierte Domain mitsamt Lizenznummer und Betreibername abrufbar ist – und zwar durchsuchbar, nicht als PDF-Liste, die einmal im Quartal aktualisiert wird. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Bei Curaçao war unter dem alten System eine derart transparente Prüfung kaum möglich, weil Sublizenz-Ketten die Zuordnung erschwerten und Spieler oft nicht einmal herausfinden konnten, wer den Betreiber ihres Casinos tatsächlich beaufsichtigt. Seit kurzem hat die Behörde zusätzlich eine eigene Schlichtungsstelle für Streitfälle eingerichtet, was zumindest in der Theorie einen Beschwerdeweg jenseits des Casino-Supports eröffnet. Ob diese Schlichtungsstelle in der Praxis funktioniert, ist eine andere Frage.
Wo die Anjouan-Aufsicht Schwächen zeigt
Mal ehrlich: Die größte Schwachstelle ist die Durchsetzung. Regelmäßige Audits, wie sie die MGA durchführt, gibt es beim Anjouan Gaming Board nicht. Strenge Berichtspflichten? Fehlanzeige. Die neu geschaffene Schlichtungsstelle hat sich in der Praxis noch nicht bewährt – Spieler berichten in Foren und auf Beschwerdeportalen, dass Anfragen an die Behörde oft wochenlang unbeantwortet bleiben oder komplett ignoriert werden. Ein zentrales Sperrsystem wie OASIS oder GamStop existiert nicht, was für Spieler mit problematischem Spielverhalten ein echtes Risiko darstellt.
Internationale Prüfberichte zeichnen ein zwiespältiges Bild. Die Behörde wirbt mit strengen Standards und professioneller Aufsicht, doch der FATF Mutual Evaluation Report 2024 für die Komoren kommt zu einer kritischeren Einschätzung, was den tatsächlichen Umfang der Finanzaufsicht angeht. Zwischen offizieller Darstellung und gelebter Praxis klafft eine Lücke, die bei der Bewertung eines Anjouan Casinos unbedingt einkalkuliert werden muss. Der Widerspruch ist auffällig: Auf der einen Seite ein modernes Lizenzportal mit durchsuchbarem Register, auf der anderen Seite ein Inselstaat, dessen Finanzaufsicht laut internationaler Prüfer strukturelle Defizite aufweist.
Was heißt das konkret für den Ernstfall? Bei verweigerten Auszahlungen oder gesperrten Konten haben Spieler bei einem Anjouan Casino deutlich weniger Hebel als bei EU-lizenzierten Anbietern. Einen Rechtsweg über europäische Verbraucherschutzstellen gibt es nicht, die Behörde auf den Komoren hat weder die Kapazität noch die Infrastruktur für umfangreiche Einzelfallprüfungen. In der Praxis bleiben oft nur der Chargeback bei Kreditkartenzahlung und die Vermittlung über unabhängige Beschwerdeportale wie AskGamblers oder CasinoMeister. Wer größere Beträge bei einem Anjouan Casino bewegt, sollte sich dieses Risikos bewusst sein und seine Einsätze entsprechend kalkulieren.
Anjouan Casinos im Vergleich mit Curaçao
Beide Lizenzen bedienen den gleichen Markt – internationale Spieler, die bei einem Offshore Casino flexiblere Regeln suchen als bei EU-Anbietern, oft kombiniert mit Krypto-Zahlungen. Die Anjouan-Lizenz und die reformierte Curaçao-Lizenz sind die zwei dominanten Offshore-Regulierungen, doch seit der Reform haben sich die Unterschiede verschärft.
| Kriterium | Anjouan | Curaçao (neu) |
|---|---|---|
| Lizenzkosten (Erstlizenz) | ca. 17.000–18.000 € | ca. 30.000–40.000 € |
| Bearbeitungszeit | 4–6 Wochen | 3–6 Monate |
| Sublizenz-System | Nein, jeder Betreiber hält eigene Lizenz | Abgeschafft seit 2023 |
| Krypto-Akzeptanz | Explizit im Lizenzrahmen enthalten | Erlaubt, aber strenger reguliert |
| Spielerschutz-Niveau | Grundlegend (SSL, KYC, AML) | Mittel (strengere Auflagen seit Reform) |
| Bekanntheit/Reputation | Wachsend, aber jung | Jahrzehntelang etabliert |
| Streitfall-Bearbeitung | Schlichtungsstelle neu, wenig Erfahrung | GCB mit formalem Beschwerdeverfahren |
| Aktive Lizenznehmer | Über 900 | Ca. 300 |
Die Tabelle verdichtet die Lage, erzählt aber nicht die ganze Geschichte. Curaçao bewegt sich seit der Reform in Richtung mehr Kontrolle – mit RTP-Prüfungen, klareren Beschwerdewegen und einem zentralen Gaming Control Board, das jeden Betreiber einzeln beaufsichtigt. Anjouan geht den umgekehrten Weg: maximale Flexibilität bei minimalem bürokratischem Aufwand. Für Betreiber ist das attraktiv, für Spieler ein zweischneidiges Schwert. Das neue Curaçao verlangt von seinen Lizenznehmern mittlerweile regelmäßige Berichterstattung, hat ein formales Beschwerdeverfahren aufgebaut und kann Lizenzen bei Verstößen entziehen – Mechanismen, die bei Anjouan auf dem Papier existieren, deren Durchsetzung aber fraglich bleibt.
Unterm Strich hängt die Qualität am Betreiber, nicht am Lizenzlogo. Ein seriöser Casino Anbieter unter Anjouan-Lizenz kann besser sein als ein fragwürdiger mit Curaçao-Stempel. Nur: Bei Problemen hat die neuere, strengere Curaçao-Regulierung dem Spieler mehr zu bieten als das, was Anjouan aktuell auf die Beine stellt. Dass Curaçao strenger wird, heißt nicht automatisch, dass es besser wird – nur teurer und langsamer. Aber genau in diesem Mehr an Bürokratie steckt auch ein Stück mehr Sicherheit.
Anjouan Casino Lizenz prüfen – so geht es konkret
Die Lizenzprüfung gehört bei Anjouan Casinos zum Pflichtprogramm, weil Fake-Lizenznummern im Umlauf sind. Es gibt Plattformen, die ein Anjouan-Badge im Footer tragen, aber schlicht nicht im offiziellen Register stehen. Andere zeigen eine Lizenznummer, die zu einem völlig anderen Betreiber gehört – Copy-Paste-Betrug, der bei flüchtigem Hinsehen nicht auffällt. Wer vor der Registrierung zwei Minuten in die Prüfung investiert, spart sich im schlimmsten Fall eine Menge Ärger und Geld.
Schritt-für-Schritt-Prüfung im Lizenzregister
Im Footer des Casinos nach Lizenznummer und Betreibername suchen – beides muss sichtbar sein. Dann die offizielle Registerseite anjouangaming.com/license-register aufrufen und dort die Lizenznummer oder Casino-Domain eingeben. Stimmen Domain und Firmenname mit den Angaben im Casino überein? Falls ja, ist die Lizenz echt. Bei Abweichungen oder wenn die Domain gar nicht gelistet ist: Finger weg, nicht registrieren, kein Geld einzahlen.
Ein zusätzlicher Schritt, den kaum jemand macht, aber der oft mehr bringt als die Lizenzprüfung selbst: Die Betreiberfirma googeln. Hinter den meisten Anjouan Casinos stehen Unternehmen, die mehrere Marken betreiben – oft eine N.V. oder Ltd. mit Sitz auf Zypern oder den Komoren. Wenn dieselbe Firma bereits seit Monaten andere Casinos betreibt und dort nachweislich auszahlt, ist das ein stärkeres Qualitätssignal als jedes Lizenzlogo.
Warnsignale bei Anjouan Casinos erkennen
Keine Lizenznummer im Footer, nur ein generisches „lizenziert"-Badge – schon das reicht als Warnung. Weitere Red Flags: Das Impressum fehlt komplett oder nennt kein Unternehmen. Die AGB enthalten Klauseln, die Auszahlungen für Spieler aus bestimmten Regionen pauschal ausschließen, obwohl die Registrierung problemlos möglich war. Kein KYC bei der Anmeldung, aber plötzliche Verifizierungsanforderung nach dem ersten größeren Gewinn. Der Support reagiert nur per Bot oder gar nicht. Und das vielleicht deutlichste Signal: Das Casino ist erst wenige Wochen online und lockt mit einem 500%-Willkommensbonus. Seriöse Betreiber haben so etwas nicht nötig.
Krypto und Anjouan Casinos – warum das zusammengehört
Anjouans Lizenzrahmen nennt Blockchain-basierte Spiele und digitale Vermögenswerte ausdrücklich als regulierten Bereich. Kein Anhang, kein Graubereich – Krypto ist fester Bestandteil des Lizenzmodells. Für Betreiber heißt das: Bitcoin, Ethereum, USDT, Litecoin und weitere Coins als Zahlungsmittel anbieten, ohne eine separate Genehmigung einholen zu müssen. In der Praxis führt das dazu, dass ein erheblicher Teil der Anjouan Casinos als Krypto Casino positioniert ist – nicht nur als Zusatzoption, sondern komplett auf digitale Währungen ausgerichtet.
Aus Spielersicht bringt das handfeste Vorteile bei Auszahlungen. Viele Anjouan Casinos bearbeiten Krypto-Withdrawals innerhalb von Minuten, sobald die Verifizierung abgeschlossen ist – da, wo eine Banküberweisung drei bis fünf Werktage braucht und ein E-Wallet immerhin noch 24 bis 48 Stunden. Bankgebühren fallen bei Krypto-Transaktionen weg, die Netzwerkgebühren auf der Blockchain sind in der Regel deutlich niedriger. Wer regelmäßig größere Beträge bewegt, spürt den Unterschied sofort.
Die Kehrseite gehört dazu, und sie wiegt schwer. Crypto Casino Transaktionen sind auf der Blockchain endgültig – kein Rückruf, kein Chargeback, keine Bank, die vermittelnd eingreifen könnte. Überweist ein Spieler an einen unseriösen Anbieter, gibt es schlicht keinen Weg zurück. Bei einer Kreditkartenzahlung bleibt zumindest der Chargeback-Prozess als letztes Mittel, bei Krypto nicht. Dazu kommt das Volatilitätsrisiko: Ein Gewinn von 0,05 BTC kann innerhalb einer Woche zehn Prozent an Wert verlieren, ohne dass der Spieler irgendetwas dafür kann. Zwischen dem Moment, in dem der Gewinn auf der Blockchain bestätigt wird, und dem Zeitpunkt, an dem er in Euro umgetauscht wird, kann einiges passieren.
Etliche Spieler weichen deshalb auf Stablecoins wie Tether oder USDC aus – gleiche Geschwindigkeit, gleiche niedrige Gebühren, aber ohne die Kursachterbahn. Der Kurs bleibt an den US-Dollar gekoppelt, was das Währungsrisiko praktisch eliminiert. Wer ein Krypto Casino unter Anjouan-Lizenz sucht, aber kein Währungsrisiko eingehen will, fährt mit Stablecoins am besten. Die meisten größeren Anjouan-Plattformen akzeptieren sie mittlerweile standardmäßig neben Bitcoin und Ethereum.
Worauf kommt es bei der Wahl eines Anjouan Casinos an?
Die Anjouan Lizenz ist der Einstieg, nicht das Endergebnis. Bei Anjouan gilt das noch stärker als anderswo, weil der regulatorische Rahmen breiter gefasst ist und die Aufsicht weniger engmaschig kontrolliert. Entscheidend bleibt, wie der einzelne Betreiber mit seinen Spielern umgeht – und das lässt sich mit ein paar gezielten Prüfschritten herausfinden, bevor das erste Geld fließt.
Betreibergruppe und Erfahrungswerte prüfen
Kein Anjouan Casino existiert im Vakuum. Hinter fast jedem Anbieter steht eine Betreibergruppe, die mehrere Marken unter einem Firmendach führt – manchmal drei, manchmal zwanzig. Wenn dieselbe Firma bereits seit Monaten andere Plattformen betreibt und dort zuverlässig auszahlt, wiegt das schwerer als jedes Lizenzlogo. Rabidi N.V., Dama N.V. oder NovaForge Ltd. sind Beispiele für Gruppen mit nachvollziehbarer Auszahlungshistorie über mehrere Anjouan Casinos hinweg, die man in einschlägigen Bewertungsportalen leicht recherchieren kann. Unbekannte Firmen ohne Google-Treffer, ohne Bewertungen und ohne sichtbare andere Marken? Da lohnt es sich, genauer hinzusehen, bevor Geld fließt.
Erste Einzahlung und Auszahlungstest
Erste Einzahlung bewusst klein halten – 20 oder 30 Euro reichen. KYC-Dokumente direkt nach der Registrierung hochladen, nicht erst nach dem ersten Gewinn, wenn plötzlich die Verifizierung zur Pflicht wird. Dann eine erste kleine Auszahlung als Test durchführen und Bearbeitungszeit dokumentieren. Klappt das reibungslos, ist das ein belastbares Signal. Stellt sich der Anbieter schon bei 50 Euro quer, sollte kein weiteres Geld hinterhergeschoben werden.
Support und AGB als Qualitätsindikator
Vor der ersten Einzahlung dem Support per Live-Chat eine konkrete Frage stellen. Wie schnell kommt die Antwort, und kennt der Agent das eigene Produkt? Bot-Antworten oder mehrtägige Wartezeiten sind ein klares Warnsignal. Die AGB verdienen ebenfalls einen Blick – speziell die Passagen zu eingeschränkten Regionen und maximalen Auszahlungen pro Woche oder Monat. Manche Anjouan Casinos erlauben die Registrierung aus Ländern, deren Spieler laut AGB von Auszahlungen ausgeschlossen sind. Das ist kein Versehen, sondern Kalkül – der Anbieter rechnet damit, dass Spieler Einzahlungen tätigen, bevor sie das Kleingedruckte lesen. Wer im Live-Chat auf die Auszahlungspolitik für die eigene Region angesprochen wird und eine ausweichende Antwort bekommt, weiß genug.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Die Plattformen hosten die Spiele nicht selbst, sondern binden die originalen Server der Software-Entwickler ein. Ein Pragmatic-Play-Slot läuft auf den Pragmatic-Servern – egal ob im MGA-Casino oder auf einer Anjouan-Plattform. Der RTP-Wert wird vom Provider bestimmt und ist nicht veränderbar durch den Betreiber. Manipulationen wären nur möglich, wenn das Casino eigene, nicht zertifizierte Spiele anbieten würde, was bei den großen Providern nicht vorkommt. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft in der Lobby, ob die bekannten Studio-Logos vorhanden sind – das ist ein zuverlässigerer Indikator als jedes Lizenzsiegel.
Stand aktuell sind über 900 Betreiber mit einer Anjouan Lizenz im offiziellen Register auf anjouangaming.com gelistet, Tendenz weiter steigend. Die Zahl hat sich seit der Curaçao-Reform 2023 vervielfacht. Wer eine genaue Momentaufnahme will, kann das öffentliche Register selbst durchsuchen – es wird regelmäßig aktualisiert.
Nein. Ein übergreifendes Sperrsystem wie OASIS in Deutschland oder GamStop in Großbritannien existiert bei Anjouan nicht. Einige seriöse Anbieter bieten casinointerne Selbstausschluss-Tools an: Einzahlungslimits, Verlustlimits, Cooldown-Phasen und temporäre Kontosperren. Diese greifen aber ausschließlich beim jeweiligen Anbieter, nicht anbieterübergreifend.
Abhängig von Methode und Anbieter. Wer ein Krypto Casino mit Anjouan-Lizenz nutzt, bekommt Auszahlungen oft innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden. E-Wallets wie Skrill oder Neteller brauchen in der Regel 24 bis 48 Stunden. Banküberweisungen dauern drei bis fünf Werktage. Bei der ersten Auszahlung kann die KYC-Prüfung zusätzliche Zeit kosten – wer seine Dokumente direkt nach der Registrierung hochlädt, umgeht diese Verzögerung.
Grundsätzlich ja. Das Lizenzregister wird aktualisiert und Betreiber können ihren Status verlieren – das Anjouan Gaming Board hat zumindest formal die Möglichkeit, eine Anjouan-Lizenz zu entziehen. In der Praxis ist bisher allerdings wenig über tatsächliche Lizenzentzüge bekannt geworden – was entweder bedeutet, dass die Behörde selten durchgreift oder dass die Fälle nicht öffentlich kommuniziert werden. Ein Blick ins aktuelle Register auf anjouangaming.com zeigt, ob die Anjouan-Lizenz eines bestimmten Casinos noch aktiv ist.
Autor
Karina
Hallo! Ich bin Karina und regelmäßig in online Casinos unterwegs. Ich teste sowohl die Casinos als auch die angebotenen Spiele. Ich bin ein großer Fan von Slots und schaue auch hier regelmäßig nach neuen Slots und teste diese für Casinovergleich.com.
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